Fachtagung des Müritzklinikums Waren

  • „Jetzt bist Du lang genug tot! – Wie Kinder dem Tod begegnen“: Zu diesem Thema diskutierten insgesamt 160 Therapeuten, Psychologen, Psychiater und Pädagogen in Vorträgen und Workshops den professionellen Umgang mit trauernden Kindern. Das Fachpublikum folgte damit der Einladung zur 10. Regionalen Fachtagung der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, psychotherapie und -psychosomatik des MediClin Müritz-Klinikums sowie des Kreisverbandes Mecklenburgische Seenplatte e.V. des Deutschen Roten Kreuzes eingeladen am 17. Oktober 2012 in das Müritzhotel Klink hatten.

     

     

  • Fachtagung Müritzklinikum DRK zur Trauer von Kindern
  • Fachtagung Müritzklinikum DRK zur Trauer von Kindern
  • Fachtagung Müritzklinikum DRK zur Trauer von Kindern

„Jetzt bist Du lang genug tot - wie Kinder dem Tod begegnen“

Mit einem sensiblen und oft verschwiegenen Thema befasste sich am 17. Oktober 2012 die zehnte Regionale Fachtagung der Klinik für Kinder-, und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik des MediClin Müritz-Klinikums in Klink. „Jetzt bist Du lang genug tot - wie Kinder dem Tod begegnen“ wurde vor 160 Gästen, durch Kooperation mit dem DRK Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte e.V., in Vorträgen und Workshops über die therapeutische Arbeit mit trauernden Kindern und Jugendlichen thematisiert. „Einen besseren Partner konnten wir für dieses wichtige Thema nicht finden“, war sich Carsten Krüger, stellvertretender Kaufmännischer Direktor im Müritz-Klinikum, sicher. Durch das Rote Kreuz wird seit vielen Jahren die ambulante Hospizarbeit und Trauerbegleitung sichergestellt. „Als deutschlandweit einziger DRK Kreisverband betreiben wir zudem seit 18 Monaten ein stationäres Hospiz in Neustrelitz“, erklärte Uwe Jahn, der mit seinen Mitstreiter die Problematik Kranken, Serben und Tod enttabuisieren will. „Hierfür ist diese Fachtagung ein sehr guter Grundstein“, so Jahn. Beginnend mit einem kleinen Theaterstück über die verschiedenen Formen von Trauer zeigten Mitarbeiter des Müritz-Klinikums eindrucksvoll, wie sich Tod und Verlust auf die Menschen auswirken kann. „Wir selbst müssen heute noch zu einer Beerdigung einer unserer Mitarbeiterin.“, erläuterte Carsten Krüger, wie verbunden die Schauspieler und ein Großteil des Publikums mit dem Stück waren. „Tod, Verlust und Trauer hat sich in unserer täglichen Arbeit mit betroffenen Kindern und Jugendlichen geradezu aufgedrängt“, resümierte Dr. Sylke Ilg. „Unser Anliegen war es zum Einen, dem interessierten Fachpublikum Vorträge und Workshops zum Thema zu bieten. Zum Anderen war es uns wichtig, dem Helfersystem eine Plattform zu bieten, damit auch sie, in ihrer Rolle als Helfer sowie auch als Mensch, einen Austausch über die Konfrontation mit dem Thema Tod, Verlust und Trauer zu ermöglichen“, so die Chefärztin. Andrea Morgenstern, Leiterin des ambulanten Hospizdienstes, offeriert an Beispielen der täglichen Arbeit, wie mit trauernden Kindern umgegangen werden kann und was unabdingbar für die Verarbeitung von Sterbefällen ist. „Es ist besser Schlimmes zu wissen, als Schlimmes zu ahnen“, forderte Morgenstern die Einbeziehung und Aufklärung von Kindern über den Tod. Denn:„Kinder werden nichterst zu Menschensie sind bereits welche."

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