Hospiz im Testament bedacht

 


Enorme Spende für Hospizarbeit

Ingeborg Brandt war zu Lebzeiten immer eine fleißige und genügsame Frau. Am 3. Mai verstarb die Neustrelitzerin nach einer schweren Krankheit in einem Klinikum. „Sie galt immer als selbstständig und wollte so lange wie möglich in der eigenen Häuslichkeit leben“, erinnerte sich Yvonne Bendrich, die als Sozialarbeiterin im Neustrelitzer Hospiz tätig ist. Anfang März diesen Jahres nahm die 76jährigen Rentnerin den erste Kontakt mit der Pflegeeinrichtung auf. „Die Frau hatte sich mit ihrem bevorstehenden Lebensende arrangiert und wollte bei uns im Luisendomizil die verbleibenden Tage verleben“, schilderte Yvonne Benrich das erste Treffen. Dennoch versuchte Ingeborg Brandt, ihr Leben in den eigenen vier Wänden noch einige Tage aufrecht zu halten. Doch der Krankheitsverlauf mischte sich in die Lebensplanung von Ingeborg Brandt ein und sie wurde aufgrund ihres Zustandes in ein Klinikum eingewiesen. Mit der Nachricht über den Tod der Neustrelitzerin sollte aber die kurze Beziehung zum stationären Hospiz nicht enden. Sascha Zwerg, Heimleiter im Neustrelitzer Luisendomizil, hielt Anfang Juni ein Schreiben zum Nachlass der Verstorbenen in den Händen. „Das ist eine schöne Geste“, dachte Sascha Zwerg vorerst. Doch er und viele Rotkreuzler, die sich ehrenamtlich und hauptberuflich mit dem Hospiz befassen, wurden von einer überwältigenden Summe überrascht. „Unser Hospiz wurde von Ingeborg Brandt mit gut 28.000 Euro bedacht“, freute sich DRK-Geschäftsführer Uwe Jahn. „Das ist eine gewaltige Summe, die unsere wichtige Arbeit unterstützt“, dankte Jahn den Hinterbliebenen, die den letzten Wunsch von Ingeborg Brandt übermittelten. Gleichzeitig versicherte der DRK-Geschäftsführer, dass diese Zuwendung ausschließlich und zweckgebunden für die Hospizarbeit eingesetzt wird.

 

22.01.2009

Pressearchiv Neustrelitzer Hospiz