Ein Jahr Hospiz in Waren (Müritz)

Zwei Hammerschläge brauchte Günter Rhein, seines Zeichens Hospizbotschafter der Mecklenburgischen Seenplatte, um einem kleinen Fass Bier, das kühle Blonde zu entlocken. Der ehemalige Bürgermeister von Waren (Müritz) war mit seiner Frau am Montag zu einem zünftigen Oktoberfest anlässlich des Welthospiztages in das Warener Pflegezentrum „Müritzpark“ geladen. Neben Hospizbewohnern, Angehörigen, ehrenamtlichen Mitstreitern und Mitarbeitern folgte auch Uwe Jahn der Einladung. „Es ist das jüngste und wohl auch das beste Hospiz, das es in Mecklenburg-Vorpommern gibt“, so der DRK Geschäftsführer an der Mecklenburgischen Seenplatte und blickte auf die Startschwierigkeiten zurück.

„Seit über neun Jahren betreiben wir in Neustrelitz erfolgreich das Hospiz Luisendomizil. Aber im Bereich von Waren (Müritz) fehlte eine derartige Einrichtung, denn 50 Kilometer sind gerade in der letzten Lebensphase eine enorme Entfernung“, so Uwe Jahn. Mit einem entsprechenden Konzept ging das DRK zu den Krankenkassen und stellte das Projekt „Müritzpark“ vor. Über ein Jahr hat es schließlich gedauert, um die Krankenkassen davon zu überzeugen, dass ein Hospiz in Waren (Müritz) gebraucht wird. Mit Erfolg, wie sich nach einem Jahr zeigte. „Sie als Team haben einen großen Anteil am Erfolg des Warener Hospizes“, honorierte Uwe Jahn die Arbeit der Mitarbeiter und Ehrenamtler, die schließlich zu einem leckeren Oktoberschmaus einluden. Gemeinsam gönnten sich Hospizbewohner, Mitarbeiter und Gäste der Einrichtung einige gemütliche Stunden, die für Lebensfreude und etwas Normalität sorgten. Denn neben reichlich Essen und Trinken gab es auch eine kleine Spielrunde und nette Gespräche.